Aktuelle Termine und Artikel

Fortbildungen  2021:

 

 19. - 21. Februar 2021

24. - 26. September 2021

Moderation: Heinz Grill

 

Trainingswochenenden:
in der Regel von Samstag 10.00 Uhr bis Sonntag 14.00 Uhr.
Die Trainingswochenenden sind für alle Teilnehmer der Kurse Geistiges Schauen,
die bereits über gute Grundlagenkenntnisse verfügen, gedacht
.

 

Trainingstermine für 2021 folgen in Kürze.

 



Beitrag :

Das Urbild des Kohlendioxids und seine Bedeutung für den Menschen

So wie der Mensch die Qualität seiner Atmung prägt,
so wird er auch seine Beziehungen gestalten.

  Heinz Grill


Ein zunächst ungewöhnlicher Gedanke für die fast hundert Teilnehmer einer bemerkenswerten Tagung zum Thema Kohlendioxid [CO2] am 22./23. Februar 2020 in Tenno/Italien mit dem Geistforscher und Buchautor Heinz Grill.

An der Veranstaltung nahmen u.a. interessierte Personen und Referenten aus den Bereichen Landwirtschaft, Naturwissenschaft, Geisteswissenschaft, Wirtschaft und Medizin teil.
In einer erlebbar neuen Tagungskultur des rhythmischen Zusammenwirkens, zwischen den Teilnehmern und den Referenten, entstanden konkrete Perspektiven und Möglichkeiten für eine zeitgemäße Beziehungsaufnahme und Anschauungsbildung in der CO2-Frage.


Wie wird die Bedeutung des Kohlendioxids derzeit wahrgenommen?      
Das CO2 wird heute in erster Linie als Giftstoff für Mensch und Klima wahrgenommen. Die häufig ideologisch aufgeladene gesellschaftliche, politische und mediale Auseinandersetzung determiniert den Menschen meist in eine Position der Gruppenzugehörigkeit. Die Gruppe der Klima-Leugner und die der Klima-Aktivisten steht sich dabei in größter Polarität, selbstverständlich jeweils auf der „richtigen“ Seite stehend, gegenüber. Immer neue Forderungen nach größtmöglichen Investitionen in technische Maßnahmen wechseln sich mit moralisierenden Forderungen zum Konsumverzicht für die Rettung des Klimas ab.                                                                                 
Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung stand das Ziel eine polaritätsfreie Ebene zu entwickeln, die dem Menschen eine objektive Beziehungsaufnahme und konkrete Anschauung in der CO2-Frage ermöglicht. Mit Blick auf die derzeitige Situation in der Welt erscheint gerade diese Entwicklungsfrage als dringlichster Ausgangspunkt für die Gestaltung einer gesunden Beziehung zwischen Mensch und Umwelt.
Eine erste fachliche Grundlage und gemeinsame Orientierung wurde anhand veröffentlichter Daten und einiger kurzer Darstellungen zu den chemischen Stoffeigenschaften des Kohlendioxids geschaffen. Die Bedeutung des Kohlendioxids als „Lebensstoff“ wurde anhand der unmittelbaren stofflichen Beziehung zwischen Mensch und Pflanze ersichtlich.

Der Atemprozess des Menschen und die Photosynthese der Pflanze bilden gewissermaßen einen synergetisch ausgeglichenen Stoffkreislauf. Die Pflanze erzeugt für den Menschen die vitalen Aufbaukräfte in Form des Sauerstoffs und der im CO2 enthaltene Kohlenstoff dient der Pflanze zum Substanzaufbau. Mit einigen beschreibenden Darstellungen von landwirtschaftlicher Seite zur Bedeutung einer gesunden Bodenkultur für die Speicherung von CO2 wurde die Betrachtung auf der Ebene der stofflich-materiellen Grundlagen abgeschlossen.

Für den weiteren Verlauf der Tagung wurden von Heinz Grill konkrete Gedanken zur praktischen Auseinandersetzung mit der geistig-schöpferischen Dimension des Menschen angeregt.

 

Jeder sichtbaren äußeren Erscheinung liegt eine
dem Sinnesbewusstsein verborgene Idee zugrunde
.

  Heinz Grill


Dieser Gedanke kann an dem einfachen Beispiel eines Bauwerks nachvollzogen werden. Seine Struktur, Farbe und weitere Merkmale kann der Mensch mit seinen Sinnen erfassen. Die Idee des Architekten und seine konkreten Gedanken zur Gestaltung sind mit flüchtigem Interesse jedoch nur zu erahnen. Dem Kohlendioxid als materielle Erscheinung geht ebenfalls eine Idee voraus, sie ist geistiger Existenz und ein Urbild für die Stofflichkeit. Der Mensch ist geistiger Bürger und irdischer Bürger zugleich und kann sich anhand geeigneter Inhalte zur Konzentration, zur Vorstellungsbildung und weiter bis zur Wahrnehmung jener Ideen schulen, die den physischen Sinnen verborgen bleiben.

So wie der Mensch die Qualität seiner Atmung prägt,
so wird er auch seine Beziehungen gestalten.

  Heinz Grill

 

Die Atmung des Menschen befindet sich heute durch ein intellektuell überladenes Denken und aufgrund emotionaler Belastungen häufig in einer Art körperlichen Fixierung. Der Atemprozess und das Denken möchten sich jedoch unabhängig voneinander und frei von der Physis gestalten. Sinnbildlich begegnen sich im Atemprozess das Leben und der Tod. In der Einatmung dominieren die vitalen Kräfte der Physis, mit der Ausatmung weicht diese zurück und das Bewusstsein des Menschen kann sich freier gestalten. In dieser Freiheit des Geistes von der Materie liegt die Fähigkeit des Menschen, eine gesunde und gestaltende Beziehung zur Welt zu entwickeln, die das Ideal des gewaltfreien Umgangs mit der Materie in sich trägt.


Das Urbild des Kohlendioxids und seine Bedeutung für den Menschen.
Das Kohlendioxid ist das Urbild der Pflanze und der Kohlenstoff ist der Repräsentant der geistigen Entwicklung des Menschen. Der Kohlenstoff wird in seiner höchsten kristallinen Ordnung zum Diamant und dieser wurde im antiken Ägypten dem Herzen zugeordnet. Das Herz repräsentiert die ordnende und ausgleichende Mitte zwischen den Oberen und unteren Gliedern des Menschen. Im freien Atemprozess weicht die Materie zurück und die geistige Existenz des Menschen tritt mit der Fähigkeit zur Synthese aus Geist und Welt hervor. Das schöpferische Denken in der Ordnung des Herzens wird so zur Substanz des Menschen und zum gestaltenden Ausdruck in der Welt.

 

Wenn die Menschen den inneren veranlagten Konsum mit seinen gesamten fordernden Zugriffen zur Welt einem fleißigen Wahrheitsstreben und inhaltsreichen Beschäftigen opfern würden, würde sich die CO2 Frage polaritätsfrei lösen lassen. Der Mensch würde dann in seinem Atemprozess zu einem Gleichgewicht in der Welt beitragen. Die Polaritäten, die sich in der CO2 Frage gegenseitig bekämpfen, tragen nur unnötig zur O2 Verschwendung und zur CO2 Anreicherung in der Erde bei.

 

S. Kaindl